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Wellness-Lexikon

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Schrothkur

Die Schrothkur wurde vor 160 Jahren von Johann Schroth in Niederlindewiese, Österreich/Schlesien, begründet. Das Prinzip der Schrothkur besteht aus der Kombination von Kurpackung, Diät und einander abwechselnde Trink- und Trockentagen.

Innerhalb von drei Wochen werden, ohne jegliche Medikamente, alle Organe gründlich entschlackt. Der Körper wird einer Generalreinigung unterzogen. Ganz nebenbei verliert er auch einige überflüssige Pfunde.

Die Kurpackung unterstützt den Abbau der Stoffwechselschlacken. Wärmestauende Wickel bewirken eine Temperatursteigerung und Stoffwechselbeschleunigung. In der dabei entstehenden "feuchten Wärme" wird der gesamte Kreislauf angeregt, die Durchblutung von Haut und Organen vermehrt, sowie die Stoffwechselleistung erhöht.

Die Schrothkur ist eine fett-, eiweiß-, und salzarme Diät. Als Betriebsstoff wird eine kalorienarme Kohlehydratkost verabreicht. Der Körper wird einerseits gezwungen, seine Fettdepots abzubauen, zum anderen belastet der Kohlehydratstoffwechsel den Organismus am wenigsten. Als Getränke werden Wein, Tee, Heilwasser und Fruchtsäfte serviert. Der vitaminhaltige Kurwein ist reich an Bioelementen und wirkt kreislaufanregend und stimulierend auf das psychische Wohlbefinden.

Serailbad

Nach einer kurzen Aufwärmphase im Hamam wird eine reichhaltige Heilschlammpackung aufgetragen. Ist die Packung auf der Haut angetrocknet, muss sie in einem Dampfbad wieder aufgeweicht werden, bevor sie mit warmem Wasser abgespült wird. Die Haut fühlt sich nach dieser Anwendung sanft und weich an.(siehe auch Rasulbad)

Shiatsu

 Shiatsu ist eine japanische Behandlungsmethode, deren Wurzeln in der chinesischen Heilkunde liegen. Gemäß diesem traditionellen Erfahrungswissen wird der Mensch von der Energie bestimmt, die in seinem Körper entlang der Meridiane fließt. Ist diese Energie ausgeglichen, fühlt sich der Mensch wohl; ist sie blockiert, wird er sich unwohl fühlen, und es können "Symptome" und schließlich Krankheiten entstehen.

Im Shiatsu verspüren wir den Energiefluß und regeln ihn durch sanften Druck mit Fingern, Handflächen, Ellbogen und Knien an. Das Ziel ist das ungehinderte Fließen der Energie. Shiatsu-Behandlungen erfahren die Klienten in der Regel als wohltuend entspannend und heilsam belebend: Ihre "Selbstheilungskräfte" werden angeregt und gestärkt. Shiatsu wirkt vorbeugend gegen Störungen und Erkrankungen und unterstützt die Gesundheit; außerdem kann es zur Begleitung und Unterstützung anderer Therapien angewandt werden.

Shiatsu wird in ruhigen, fließenden Bewegungen auf einer weichen Matte am Boden ausgeübt. Es erfordert von den Praktizierenden neben der Technik eine respektvolle Achtsamkeit sich selbst und dem Klienten gegenüber.

Soma-Körperarbeit

Die Grundlage der SOMATIK- Methode ist das Lebenswerk von Dr. Ida Rolf. Sie war Biochemikerin und beschäftigte sich seit den 40er Jahren mit einer Körperarbeit, welche heute als "Rolfing" bekannt ist, die Ida Rolf selbst jedoch "Strukturelle Integration" nannte. 1987 verstarb sie im Alter von 87 Jahren.

Begründer der SOMA-Körperarbeit ist Dr. Bill Williams. Als Psychologe mit starkem Interesse an Psychosomatik war er langjähriger Assistent von Ida Rolf. Seine Erfahrungen mit vielen Klienten, seine Forschungen und Experimente mit Hilfe der Elektromyographie (Aufzeichnungsverfahren der elektrischen Aktionsströme von Muskeln) und seine Kenntnisse über das Nervensystem ließen ihn eine Methode der Körperarbeit entwickeln, die von Ida Rolf den Namen "SOMA" erhielt.

Der Begriff SOMA stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet im ursprünglichen Sinn die Gesamtheit des Menschen, bestehend aus Körper, Geist und Seele. Hier wird auch die Philosophie deutlich, die den Mensch als Einheit begreift - dessen drei Aspekte sich gegenseitig beeinflussen.

Spa

Das Wort stammt aus dem Lateinischen und ist die Abkürzung für "sanus per aquam" (gesund durch Wasser). Die wohltuende Kraft des Wassers nutzen heute Kurbäder, Wellnesszentren, Kliniken und Gesundheitshotels in vielfältiger Art von Perlduschen über Thermalwasser und Kneipp-Güssen bis zu erlebnisorientierten Badelandschaften. International ist "Spa" längst zur Gattungsbezeichnung geworden für Whirlpools, Saunabäder, Swimmingpool, Dampfbäder, Schönheitsfarmen und Wellness-Center. Ursprünglich leitete man das Wort von dem kleinen, mondänen Heilkurort Spa in Belgien ab, dessen Mineralquellen es zum Modebad gemacht hatten.

Tai Chi

Tai-Chi (chinesisches Schattenboxen) ist eine Bewegungskunst, die sowohl geistiges wie auch körperliches Training miteinschließt. Das Grundgerüst des Tai-Chi bilden 13 Bewegungsformen, sogenannte Bewegungsbilder, die lückenlos ineinander überfließen. Bis die Bewegungsbilder "sitzen", braucht es allerdings recht viel Ausdauer und Hartnäckigkeit, Geduld mit sich selbst und Zeit.

Beim chinesischen Schattenboxen wird von einem Energiezentrum in den Hüften (Mitte des Körpers) ausgegangen. Durch wohldosierte Bewegungen wird die aus diesem Zentrum fließende Energie weitergeleitet (z.B. zu Händen und Füßen) und in harmonisch wohltuende Bewegungen umgesetzt. Nicht verbrauchte Energie fließt ins Zentrum zurück. Tai-Chi ist ideal für alle, die geistige und körperliche Entspannung suchen.

Tecaldarium

Der Begriff Tecaldarium® setzt sich aus den beiden Worten Tepidarium und Caldarium zusammen. Das Tecaldarium® ist ein Wärmeraum, der mit einer Vielzahl von Badeformen ausgestattet wird, die vom Benutzer vorgewählt werden können. Sie bestimmen selbst, welche Klimaform Ihnen gut tut und zu welchem Bad Sie gerade Lust haben.

Tepidarium

Entspannungsraum mit Wärmeliegen aus Stein, Keramikfliesen oder Marmor. Der Aufenthalt im Tepidarium ist schonend und anregend zugleich und kann beliebig lang ausgedehnt werden. Durch die körperähnliche Raumtemperatur wird ein gesundes Fieber erzeugt, das das Immunsystem stärkt, ohne dass der Kreislauf belastet wird. Das Tepidarium wirkt vorbeugend und heilend und bietet eine ideale Entspannungs- und Regenerationsmöglichkeit für Jung und Alt.

· Raumtemperaturen zwischen 30° C und 40° C
· Raumklima: trocken
· ideal zur Regeneration und zum Aufbau des Immunsystems
· wirkt vorbeugend und heilend
· empfohlene Aufenthaltsdauer: 30 Min. bis unbeschränkt, 2-3 x wöchentlich

Thalasso

Die Heilkraft des Meeres: Schon vor 2.000 Jahren erkannte kein geringerer als der griechische Arzt Hippokrates die Heil- und Ursprungskraft des Meeres. Bereits damals entwickelte er Behandlungsmethoden gegen Rheuma und Ischiasleiden. Die im Meer enthaltenen Nährstoffe, die nicht nur krankheitsvorbeugend, sondern auch heilend wirken, sind einzigartig und für den Menschen unersetzlich. "Thalasso" heißt eine der wundersamen Therapieformen. Der Name geht auf den französischen Arzt Bonnardière zurück, der 1867 mit den beiden griechischen Begriffen "Thalassa" für Meer und "Therapia" für Behandlung, den wohl passendsten Begriff heranzog. So umfasst die Thalasso-Therapie alle Behandlungsformen, die mit Meerwasser überhaupt möglich sind.

Die Seele baumeln lassen: Den Alltag vergessen, in sich gehen und sich für ein paar Tage verwöhnen lassen. Hierfür muss man nicht unbedingt wirklich krank sein - eine Thalasso-Kur sollte sich jeder einmal gönnen. Um die ganzheitliche Wirkung der Meereskräfte ausschöpfen zu können, sollte man sich eine Woche Zeit nehmen. Ein Kurzurlaub am Meer ist deshalb sicherlich am effektivsten. Das Meeresklima ist wohltuend und belebend für Körper und Geist. In der Meeresluft sind Salz und Jod aufs Feinste verteilt, die Lunge weitet sich, man atmet automatisch tiefer und zusätzlich wirken die Aerosole (feinste Tröpfchen) schleimlösend.

Gegen viele Krankheiten ein altbewährtes Rezept: Beruhend auf den Wirkstoffen, die im Meerwasser, in Meeres-Sedimenten, den Meeresalgen sowie im Meerschlick und Meersalz enthalten sind, dient die Thalasso-Therapie der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der Regeneration nach Krankheiten oder Schwangerschaften. Algenbäder, Bewegungstherapie im fast auf Körpertemperatur erwärmten Meerwasser-Pool, Unterwassermassagen im Meersalzbad und Algenpackungen sind bewährte Anwendungen im Rahmen der Thalasso-Therapie.

Während dieser Anwendungen nimmt die Haut die im Meerwasser und in den Algenzellen enthaltenen Mineralien auf. Das Körpergewebe wird remineralisiert und die Haut dadurch weicher und straffer. Unterstützend kann die Thalasso-Therapie bei Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Sportverletzungen sowie gynäkologischen Problemen zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt werden. Die alten Griechen sprachen den Algen eine entzündungshemmende Wirkung zu und wussten diese auch zu nutzen.

Rundum versorgt mit Meeresalgen: Algen liefern einen höheren Mineral- und Vitamingehalt als alle anderen Naturprodukte und sind aufgrund ihrer Sauerstoffproduktion unersetzlich. Sie bewirken eine positive Stimulierung des gesamten Organismus. Algen stärken das gesamte Immunsystem: Sie wirken kreislaufregulierend, verdauungsfördernd und sind zudem cholesterin-, harnsäure- und blutzuckerspiegelsenkend. Wegen ihrer Fähigkeit zu entschlacken werden sie häufig bei fettabbauenden Kuren angewendet. Auch für Patienten mit Rückenschmerzen und Rheuma ist die Algenkur eine Wohltat. Und auch die Schönheit kommt nicht zu kurz, denn Meeresalgen vitalisieren Haut und Nägel und sind außerdem ein guter Cellulitis-Killer.

Vorsicht bei Bluthochdruck und Schilddrüsenüberfunktion: Bei einer Schilddrüsen-Überfunktion oder einer Jodallergie sollten keine Algenpackungen verwendet werden. Auch von Algentee oder Algenkapseln ist in solchen Fällen abzuraten. Bei Venen- und Kreislauf-Problemen sollte man heiße Bäder und Packungen meiden. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist ein Gesundheits-Check bei Ihrem Arzt vor einer Thalasso-Therapie ratsam.

Thalgo Kosmetik

Berühmte Algenkosmetik, entwickelt aus der Thalasso-Anwendungen. Enthält mikropulverisierte Algenextrakte.

Tiroler Steinöl

Über 180 Millionen Jahre alt ist der Ölschiefer (Formation Lias), aus dem das TIROLER STEINOEL gewonne wird. Er bildete sich aus fossilen Ablagerungen des Ur-Mittelmeeres "Thetis" und wurde bei der Entstehung der Alpen im Bächental (Karwendel, Achensee-Tirol) auf 1.800 Meter Seehöhe emporgedrückt. Der Ölgehalt beträgt 4% bis 6%, die Mächtigkeit wird mit 7 Mill. Tonnen angegeben.

Die im Ölstein (Dirschenitschiefer - nach dem Riesen Thyrsus benannt) vorkommenden Wirkstoffe, das "Heilsame Erbe des Meeres", stammen von vorzeitlichen Meerestieren und Pflanzen. Das Steinöl wird für Ölpackungen und Bäder verwendet und bei Gelenk- und Hautleiden eingesetzt.

Tuina-Massage

Tuina ist eine der äußeren Behandlungsmethoden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es ist eine Methode, mit der man durch manuelle Techniken an bestimmten Stellen (Akupunkturpunkte und Leitbähnen der Energie) die Regulation der Yin- und Yang-Balance im menschlichen Körper zu ermöglichen. Tuina ist eine manuelle Behandlungsmaßnahme, anders als die westliche Massage und die Akupressur.

Bei Tuina kann folgende Wirkungen erzielt werden:
· Freilegen der Leitbahnen oder Auflösung der Blockade (gegen Schmerzen).
· Freies Fließen des Qi’s und Aktivierung des Blutes (Verbesserung der Durchblutung und der körperlichen Dynamik).
· Mobilisierung der Gelenken (Verbesserung der Bewegung).
· Regulation des Zustandes zwischen Yin und Yang bzw. Kälte und Hitze im ganzen Körper (Behandlung und prophylaktische Maßnahme bei besonders Stress bedingten Störungen).
· Unterstützung der Energie im Funktionskreis Nieren (Stärkung der Knochen und Sehnen).
· Unterstützung des Funktionskreises Milz (Verbesserung des allgemeinen Zustandes).
· Verschönern und Pflegen der Haut (Kosmetik).
· Harmonisierung des Gesundheitszustandes.

Vapozon

Eine Art Gesichtdampfbad. Eine feine Düse verteilt den Dampf auf dem Gesicht, um die Tiefenreinigung zu intensivieren, die Hornschicht weich zu machen und die Poren zu öffnen. Unreinheiten lassen sich anschließend wesentlich leichter und schmerzloser entfernen. Neueste Entwicklung beim Vapo: anstatt den Dampf mit Ozon anzureichern, kann die Kosmetikerin bei modernen Geräten Kräutersäckchen einlegen, die einen für Haut und Seele entspannenden oder beruhigenden Duft verbreiten, etwa den von Lindenblüten oder Kamille.

Vino-Therapie

Weinfreunde dürften bei der Vorstellung entzückt sein, in Wein zu baden. Die Vino-Therapie wird bislang nur in wenigen Weinanbaugebieten angeboten. Ein Weintraubenextrakt wird dabei mit warmem Quellwasser versetzt. Verwendet werden nur Säfte von unvergorenen Trauben. In ihnen stecken viele Wirkstoffe, die die Haut prall und geschmeidig werden lassen. Die Schale und die Kerne enthalten unter anderem Polyphenole, die die Haut vor Umweltgiften wie UV-Licht und Nikotin schützen. Sie beugen so eine vorzeitige Alterung vor. Die Vino-Therapie kann auch aus Massagen mit Traubenkernöl, Ganzkörper-Packungen aus Traubenkernöl und Honig sowie Peelings mit Fruchtmark bestehen.

Vollwert-Ernährung

Vollwert-Ernährung ist eine überwiegend pflanzliche (lakto-vegetabile) Ernährungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden. Gesundheitlich wertvolle, frische Lebensmittel werden zu genussvollen und bekömmlichen Speisen zubereitet.

Die hauptsächlich verwendeten Lebensmittel sind Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie Milch und Milchprodukte, daneben können auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern enthalten sein.

Ein reichlicher Verzehr von unerhitzter Frischkost wird empfohlen, etwa die Hälfte der Nahrungsmenge.
Zusätzlich zur Gesundheitsverträglichkeit der Ernährung werden im Sinne der Nachhaltigkeit auch die Umwelt-, Wirtschafts- und die Sozialverträglichkeit des Ernährungssystems berücksichtigt. Das bedeutet unter anderem, dass Erzeugnisse aus ökologischer Landwirtschaft sowie regionale und saisonale Produkte verwendet werden.

Weiterhin wird auf umweltverträglich verpackte Erzeugnisse geachtet. Außerdem werden Lebensmittel aus Fairem Handel mit Entwicklungsländern bevorzugt.


Wellness

"Wellness ist zu einem Teil ein Lebensstil, zu einem anderen Teil eine Lebens-Einstellung und darüber hinaus eine Lebens-Philosophie. Wellness ist ein bewusstes Sich-Engagieren für persönliche Exzellenz. Wellness basiert auf einem klaren Verantwortungsgefühl speziell für die eigene Gesundheit und darüberhinaus für umfassende Lebensqualität im allgemeinen. Wellness umfasst die körperlichen, seelischen und geistigen Aspekte des Seins. Ein Wellness-Lebensstil ist eine Art von Lebenskunst. Wenn man diese bewusst entwickelt und durch neue Erfahrungen, neues Wissen und sich verändernde Bedingungen verbessert, dann verstärken sich die Perspektiven für ein gutes und erfülltes Leben auf dramatische Weise. Das ist immer verbunden mit persönlicher Exzellenz in Feldern wie Fitness, Zeit- und Stressmanagement, mit Wertschätzung der eigenen Person, wie auch einem entsprechenden, konstruktiven Umgang mit sich selbst. Wellness erfordert eine nie endende Neugier für Vorhaben, Werte und den Sinn des Lebens."
(Dr. Donald Ardell, ein Wegbereiter der Wellness-Bewegung in den USA.)

Yoga

Die Wurzeln des Yoga liegen in Indien. Dort hat vor etwa 7.000 Jahren Sadastiva dieses Prinzip zur Erhaltung und Verbesserung von Gesundheit und Selbstverwirklichung eingeführt. Pastanjali gab dem Yoga im 2. Jh.v.Chr. seine klassische Gestalt. Der so genannte achtgliedrige Pfad ist die Basis des Yoga. Dazu gehören fünf einfache und fünf schwierige Verhaltensregeln, verschiedene Körperübungen, Atemübungen, das Abwenden der Aufmerksamkeit von sinnlichen Wahrnehmungen, Konzentrationsübungen, die konzentrierte Versenkung und die mystische Vereinigung mit dem geistigen Zentrum aller Existenz. Es existieren heute viele verschiedene Yogaarten, die diese Grundprinzipien unterschiedlich gewichten.

In der Medizin spielen vor allem die Muskelübungen (Asanas) und die Atemübungen (Pranayamas) eine Rolle, die zusammen mit Reinigungsübungen als Chikitsa-Yoga bezeichnet werden. Die Asanas sind Muskelan- und -entspannungsübungen, die im Einklang mit dem Atemrhythmus durchgeführt werden. Sie sind kräftigend für das Gewebe und wirken ausgleichend auf die Verfassung des Patienten.

Pranayama, die Atemübungen, dienen der Anregung der Selbstreinigungskräfte und des Stoffwechsels. Die Reinigungsübungen umfassen die Augen, die Nasennebenhöhlen, den Magen und den Darm. Den Übungen liegen der enge Zusammenhang von Körper, Geist und Seele zu Grunde; sie sollen das Körperbewusstsein und die Wahrnehmung innerer Prozesse verstärken. Bewusste Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Entspannungs- und Konzentrationsübungen (Meditation) können dann auch die Körperhaltung, Beweglichkeit und Kraft, aber ebenso die geistigen Fähigkeiten stärken.

Zilgrei

Zilgrei ist eine kombinierte Atmungs- und Haltungstherapie. Sie wurde von Adriana Zillo und dem amerikanischen Chirotherapeuten Dr. Greissing vor ca. 20 Jahren entwickelt. Zilgrei ist eine Selbstbehandlungsmethode und findet vor allem Anwendung bei Rückenproblemen und deren Folgen. Dabei wird keine Diagnose gestellt. Vielmehr geht es darum, mittels Selbstuntersuchung vom Körper zu erfahren, was nicht mehr im Lot ist.

Die Kombination von Atmung und Haltung bewirkt neben der körperlichen, auch eine psychische Entspannung, was wesentlich zur Linderung beiträgt. Durch die Zwerchfellatmung wird das Skelett fein, aber doch tiefgreifend bewegt. Mittels gezielter Bewegungsabläufe und dem Halten von bestimmten Körperstellungen werden Muskulatur, Gelenke und Sehnen stimuliert und in die ursprüngliche entspannte Position zurückgebracht. Dabei wird nicht die Schmerzbewegung ausgeführt, sondern die entsprechende Gegenbewegung. Man spricht deshalb bei der Zilgrei-Methode auch vom Prinzip der gegenüberliegenden Seite.

Die einzelnen Übungen werden mit Vogelnamen bezeichnet. Im Vordergrund der Zilgrei-Methode steht die Schmerzfreiheit des Wirbelsäulenbereichs und das Zurückerlangen der Beweglichkeit.