Interview Hans

Durchsetzungsvermögen, Visionen, Tatkraft. Und der Zusammenhalt der Familie. Das ist für Hans Hettegger wichtig. Trifft all dies zusammen, ist anscheinend vieles möglich. Wenn nicht sogar alles. Die „Hetteggers“ setzen gerne ihren Kopf durch.
Und wenn sie einen Plan haben, ein Ziel verfolgen oder einen Traum verwirklichen wollen, dann gelingt ihnen das auch. Hans Hettegger ist da keine Ausnahme. „Ich habe mir in den Kopf gesetzt, die Hotelfachschule zu machen. Aber das war nicht so einfach. Denn die hat damals 3.000 Schilling im Monat gekostet und der Vater war Holzknecht und musste elf Kinder durchfüttern.“ Doch Hans ließ sich nicht davon abbringen. Er machte heimlich die Aufnahmeprüfung und ab dem Moment gab es kein Zurück mehr. Natürlich musste der Vater tief in die Tasche greifen. Aber wer kann schon die Pläne eines jungen Menschen durchkreuzen, der so fasziniert von einer Sache ist. „Im Tourismus kannst du etwas bewegen und das ist das Schöne daran“, sagt Hans Hettegger auch heute noch voller Begeisterung.
Und noch etwas faszinierte ihn: Er wollte dabei sein, um den elterlichen Betrieb weiterzuentwickeln, wollte neue Ideen aushecken und umsetzen, wollte den anderen im Tal zeigen, was ein einfacher Holzknecht zusammen mit seinen Kindern auf die Beine stellen kann. Sich beweisen wollen war für einen jungen Burschen wie Hans Hettegger legitim. Nun braucht es das schon lange nicht mehr. Im Gegenteil. Die Qualität des Zusammenhaltens, die den Hetteggern eigen ist, hat sich auf das Tal ausgeweitet. An einem Strang ziehen und große Pläne umsetzen, die für einen alleine nicht zu erreichen wären, das hat Hans Hettegger im Sinn. „Wir haben die Burschen ins Boot geholt, weil es richtig ist, zusammenzuhalten“, sagt Hans Hettegger. So hat man sich bereits vor sechzehn Jahren zur Wirtevereinigung zusammengeschlossen und hat gemeinsam Großes bewegt.
„Entscheidend ist, dass du dich zusammensetzen, miteinander reden und diskutieren kannst.“ Im Tal wird zusammengehalten. Das hat sich schon herumgesprochen. Und dabei schaut vor allem eines heraus: „Bei uns kannst du gut leben“, sagt Hans. Und das ist ihm wichtig.

Die Natur auskosten

„Das Schöne an dem Tal ist für mich auch, dass man hier alle vier Jahreszeiten intensiv erleben kann“, sagt Hans und schnappt sich wieder einmal sein Mountainbike, lädt spontan ein paar Gäste zum Mitfahren ein und los geht es: Auf verschlungenen Wegen den Berg hinauf. Zum Beispiel auf die Bachalm. Die erreicht man gemütlich in eineinhalb Stunden und bekommt einen Ausblick geschenkt, der einen für die sportlichen Mühen belohnt. Hat man sich dann ausreichend sattgesehen, wartet schon der nächste Genuss: Sauerkäse, Süßkäse, Almbutter – alles selbst gemacht, dazu frisches Brot und Kaffee. Was will man mehr? „Noch mehr Mountainbikestrecken“, sagt Hans, der wieder einmal dabei ist, alle ins Boot zu holen, um die Strecken im Tal weiter zu entwickeln. „Offiziell dürfen wir nur die bewerben, die genehmigt sind. Und dafür müssen alle an einem Strang ziehen: Bauern, Tourismusverband, Wirte“, sagt Hans und gibt die noch inoffiziellen Strecken unter der Hand an seine Gäste weiter. Schließlich hat er sich in den Kopf gesetzt, dass sie alle schönen Seiten von Großarl zu sehen bekommen.
 
 
Hans Hettegger
 
verfasst von Hans Hettegger
 
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